So wie die majestetischen Himalayas Bhutan dominieren, so liegt die Religion im Herzen dieses Königreiches. Bhutan ist das einzige Land auf der Welt, wo als Staatsreligion der Vajrayana (tibetischer) Buddhismus, eine tantrische Form des Mahayana-Buddhismus, gilt.
Der grösste Teil von Bhutan wurde im 8. Jahrhundert zum Buddhismus durch den bedeutenden Heiligen Padmasambhava (Guru Rinpoche) konvertiert. Im 17. Jahrhundert wurden die ‘Südlichen Täler’ von Shabdrung Ngawang Namgyel, einem Führer der Drukpa Kagyüpa Schule in Tibet, in das heutige Bhutan (Druk Yul) vereinigt.
Ca. 65% von Bhutan’s Bevölkerung sind Drukpas (Anhänger vom tantrischen Buddhismus). Die anderen 35% sind Bewohner, die von Nepalis abstammen (Lhotsampas), und die vorwiegend Hindus sind. Sie kamen im 19. und 20. Jahrhundert nach Bhutan, und bevölkerten als Bauern vorwiegened die südlichen Vorberge.
Bhutanesische Frömmigkeit zeigt sich überall: in den Gebetsfahnen auf Hügelkuppen, Chortens an Hängen und Wegen, Gebetsmühlen, die von den Gläubigen gedreht werden, und in den zahlreichen religiösen Symbolen und Zeichnungen in leuchtenden Farben.